Der strategische Einsatz von Hormonen kann die Fruchtbarkeitsleistung der Milchviehherde sicherstellen, die für eine wirtschaftliche Milchproduktion wichtig ist. Neuste Untersuchungen aus den USA zeigen, dass als Ziel eine Trächtigkeitsrate von 20 bis 25 Prozent erreicht werden sollte. Ist dies für längere Zeiträume nicht der Fall, liegt eine schlechte Herdenfruchtbarkeit vor. Diese geht mit erheblichen Milchausfällen, erhöhten Abgängen und finanziellen Verlusten einher.
Grundsätzlich ist es vorteilhaft eine gute Fruchtbarkeitsleistung auf herkömmliche Weise d.h. über eine exzellente Brunstbeobachtung bei durchschnittlichen Erstbesamungserfolgen zu erreichen. Dieses ist aus verschiedensten Gründen jedoch nicht immer möglich. Als Ursachen werden tatsächliche oder vermeintliche arbeitswirtschaftliche, klimatische, bauliche oder finanzielle Gesichtpunkte bzw. Kombinationen angegeben. Dennoch sollte der Tierarzt vorab versuchen, mögliche Schwachstellen zu beseitigen und entsprechende Chancen zur Verbesserung zu nutzen.
Der Hauptvorteil eines strategischen Hormoneinsatzes im Rahmen eines Behandlungsprotokolls liegt für den landwirtschaftlichen Betrieb darin, dass die anfallenden Arbeiten auf bestimmte Wochentage konzentriert werden. Eine angemessene Fruchtbarkeit wird somit sehr effizient erreicht. Beispielsweise können bei einem Ovsynch-Protokoll alle Injektionen auf einen Dienstag und die Besamungen auf einen Donnerstag terminiert werden. Für die Trächtigkeitsuntersuchung bedeutet dies den Vorteil, dass die meisten Tiere mit derselben Trächtigkeitsdauer untersucht werden können. Tage mit hoher Aktivität können somit für Tierarzt und Landwirt geplant werden. Andere Tage bleiben vollständig frei.
Die Hauptvorteile sind:
Sehen Sie sich rechts die Animationen zur Planbarkeit der Arbeit und zu den Milcherlösen bei unterschiedlichen Zwischenkalbezeiten an.